Bevor Sie ein Grundstück kaufen, sollten fünf Fragen beantwortet sein. Die ersten beiden können Sie selbst recherchieren – für den Rest braucht es den Blick vor Ort und Erfahrung.
In Kärnten prüfen Sie die Flächenwidmung kostenlos im Landes-GIS KAGIS (kagis.ktn.gv.at), in Osttirol im Tiroler Pendant tiris. Suchen Sie die Parzelle und prüfen Sie: Ist sie als Bauland gewidmet – und als welches? „Bauland-Wohngebiet" ist der Normalfall fürs Einfamilienhaus; bei Sonderwidmungen oder Grünland-Anteilen ist Vorsicht geboten. Wichtig: Die Online-Auskunft ist eine Orientierung, rechtsverbindlich ist nur die Auskunft der Gemeinde.
Bebauungsplan bzw. textliche Bebauungsbestimmungen der Gemeinde regeln Geschoßanzahl, Bauweise, Abstände und Dichte. Ein 800-m²-Grundstück nützt wenig, wenn die zulässige Bebauung Ihr Wunschhaus nicht hergibt. Diese Auskunft bekommen Sie am Gemeindeamt – oder wir holen sie für Sie.
Wasser, Kanal, Strom, Zufahrt: Fehlt etwas davon, reden wir schnell über zusätzliche Kosten in beträchtlicher Höhe – von Anschlussgebühren bis zur Zufahrt über fremden Grund (Servitut!). Unbedingt vor dem Kauf klären.
Hanglage, Gewässernähe, alte Anschüttungen, Fels – nichts davon steht im Grundbuch. Sichtbare Indizien erkennt der Profi beim Lokalaugenschein; Gewissheit bringt ein Bodengutachten, idealerweise noch vor Kaufabschluss oder als Bedingung im Kaufvertrag.
Die teuerste Erkenntnis kommt oft zuletzt: Widmung passt, Boden passt – aber Ausrichtung, Zuschnitt oder Abstände machen das Wunschhaus unmöglich. Deshalb gehört zur Grundstücksprüfung immer auch der planerische Blick.
Wir prüfen Widmung, Bebaubarkeit, Aufschließung und Bodenrisiko – mit Lokalaugenschein und schriftlicher Bewertung. € 690, bei Folgeauftrag voll angerechnet.
Zum Grundstücks-Check →Bauland ist gewidmet und grundsätzlich bebaubar. Bauerwartungsland ist es noch nicht – ob und wann eine Umwidmung kommt, ist offen und kann Jahre dauern. Kaufen Sie nie auf Basis einer versprochenen Umwidmung.
Als erster Filter ja, als Kaufgrundlage nein: Rechtsverbindlich ist die Auskunft der Gemeinde, und Themen wie Aufschließung, Bodenrisiko und praktische Bebaubarkeit sieht man online gar nicht.