„Was kostet ein Bodengutachten?" ist eine der häufigsten Fragen vor dem Hausbau – und eine der am schlechtesten beantworteten. Die Angebote, die Bauherren erhalten, reichen von € 500 bis über € 5.000, oft ohne vergleichbare Leistungsbeschreibung. Hier die Orientierung.
Für ein unkompliziertes EFH-Grundstück in Österreich müssen Sie mit € 1.500 bis € 4.000 rechnen; der Standardfall liegt um die € 2.000–2.500. Darin stecken drei Kostenblöcke: die Feldarbeit (Schürfgruben mit dem Bagger oder Rammsondierungen), der Einsatz des Fachmanns vor Ort und die Auswertung mit schriftlichem Bericht. Bei Hanglage oder Problemböden wird es teurer, weil mehr Untersuchungspunkte nötig sind.
Angebote deutlich unter € 1.500 sollten Sie kritisch prüfen: Oft fehlt die normgerechte Auswertung nach ÖNORM B 1997 (Eurocode 7) – und genau die braucht Ihr Statiker für die Fundamentbemessung.
Für private Bauherren nicht. Aber das Baugrundrisiko trägt der Grundeigentümer: Trifft der Bagger auf Fels, Grundwasser oder alte Anschüttungen, zahlen Sie die Mehrkosten – allein der Aushub verteuert sich um rund ein Drittel, wenn statt Bodenklasse 6 plötzlich Fels ansteht. Das Gutachten kostet typischerweise nur einige Promille der Bausumme.
Wir sondieren selbst – schwere Rammsonde nach EN ISO 22476-2, geotechnische Beurteilung nach ÖNORM B 1997, Bericht in 3 Werktagen.
Zum Festpreis-Paket →Vor dem Grundstückskauf ist ideal – dann fließt das Bodenrisiko in die Kaufentscheidung ein. Spätestens brauchen Sie es vor der Fundamentplanung, weil der Statiker die Bodenkennwerte benötigt.
Ja, das ist einer der wichtigsten Nutzen: Grundwasserstand und Bodenart entscheiden, ob ein Keller wirtschaftlich machbar ist oder ob eine Abdichtung als weiße Wanne nötig wird, die den Keller deutlich verteuert.